Möbel richtig einlagern

die besten Tipps für Umzug, Renovierung und längere Lagerung

Möbel einzulagern klingt zunächst einfach: Möbel in den Lagerraum stellen, Tür schließen, fertig. In der Praxis entscheidet jedoch die richtige Vorbereitung darüber, ob Schränke, Sofas, Matratzen und Holzmöbel nach einigen Monaten noch genauso aussehen wie vorher.

Besonders bei einem Umzug, einer Renovierung, einer Haushaltsauflösung oder einem längeren Auslandsaufenthalt lohnt es sich deshalb, Möbel sorgfältig vorzubereiten und den Lagerraum sinnvoll zu organisieren.

In diesem Ratgeber zeigen wir Schritt für Schritt, wie Möbel geschützt, verpackt und platzsparend eingelagert werden können.

 

 

 

 

 

Die besten 15 Tipps:

1. Tipp

Möbel vor der Einlagerung gründlich reinigen

Bevor Möbel eingelagert werden, sollten sie möglichst sauber und vollständig trocken sein.

Staub, Fett oder Lebensmittelreste können während einer längeren Lagerzeit unangenehme Gerüche verursachen oder Schädlinge anziehen.

Bei Holzmöbeln genügt meistens ein leicht feuchtes Tuch. Anschließend sollte das Möbelstück vollständig trocknen.

Polstermöbel können abgesaugt und bei Bedarf mit einem geeigneten Polsterreiniger behandelt werden.

Profi-Tipp

Möbel niemals direkt nach einer feuchten Reinigung einlagern.

Auch wenn die Oberfläche bereits trocken erscheint, kann im Polster oder Holz noch Restfeuchtigkeit vorhanden sein.

Am besten Möbel nach der Reinigung mindestens einen Tag gut belüftet trocknen lassen.

2. Tipp

Möbel zerlegen – aber nicht mehr als nötig

Große Möbelstücke lassen sich deutlich einfacher transportieren und platzsparender lagern, wenn sie teilweise zerlegt werden.

Typische Beispiele sind:

  • Betten
  • Kleiderschränke
  • Tische
  • Regale
  • größere Schreibtische
  • Kommoden

Allerdings sollte man Möbel nicht unnötig komplett auseinanderbauen.

Je mehr Teile entstehen, desto größer ist später das Risiko, Schrauben oder Verbindungselemente zu verlieren.

Profi-Tipp: Schrauben richtig aufbewahren

Schrauben, Dübel und Beschläge am besten in kleine Zip-Beutel packen.

Den Beutel anschließend direkt am jeweiligen Möbelstück befestigen.

Zusätzlich kann man den Beutel beschriften:

„Schrank Schlafzimmer“

oder

„Esstisch – alle Schrauben“

Noch besser: Vor dem Zerlegen ein Foto vom aufgebauten Möbel machen.

Das spart später beim Wiederaufbau erheblich Zeit.

3.Tipp

Möbel niemals direkt mit Stretchfolie einwickeln

Das ist einer der häufigsten Fehler bei der Möbeleinlagerung.

Stretchfolie schützt zwar hervorragend vor Schmutz und Kratzern, kann aber Feuchtigkeit einschließen.

Besonders bei:

  • Holzmöbeln
  • Ledermöbeln
  • Polstermöbeln
  • Matratzen

kann das langfristig problematisch werden.

Besser ist es, zunächst eine atmungsaktive Schutzschicht zu verwenden.

Geeignet sind beispielsweise:

  • Möbeldecken
  • Baumwolltücher
  • Vlies
  • Umzugsdecken

Stretchfolie kann anschließend punktuell verwendet werden, um diese Schutzschicht zu fixieren.

Profi-Tipp

Stretchfolie niemals extrem straff um empfindliche Möbel wickeln.

Bei längerer Lagerung können Druckstellen entstehen.

04

Holz richtig schützen

Holzmöbel reagieren empfindlich auf starke Schwankungen bei Temperatur und Feuchtigkeit.

Vor der Einlagerung sollte Holz deshalb sauber und trocken sein.

Empfindliche Oberflächen können zusätzlich mit einem geeigneten Möbelpflegemittel behandelt werden.

Wichtig:

Holzmöbel nicht direkt an eine Außenwand stellen.

Ein kleiner Abstand sorgt für bessere Luftzirkulation.

Empfehlung

Lassen Sie ungefähr 5 bis 10 Zentimeter Abstand zur Wand.

Dadurch kann Luft besser zirkulieren und eventuell entstehende Feuchtigkeit kann leichter abtrocknen.

05

Sofas und Polstermöbel richtig lagern

Polstermöbel benötigen etwas mehr Platz als andere Möbel.

Sofas sollten möglichst in ihrer normalen Position gelagert werden.

Ein Sofa über Monate hochkant zu lagern kann Polsterung und Konstruktion belasten.

Zusätzlich sollten Polstermöbel abgedeckt werden.

Ideal sind:

  • Möbeldecken
  • Baumwollüberzüge
  • atmungsaktives Vlies

Nicht empfehlenswert

Eine komplett luftdichte Kunststofffolie.

Unter ungünstigen Bedingungen kann sich darunter Feuchtigkeit sammeln.

06

Matratzen richtig einlagern

Matratzen gehören zu den empfindlichsten Gegenständen bei längerer Lagerung.

Vor der Einlagerung sollten sie:

  1. gründlich abgesaugt werden
  2. vollständig trocken sein
  3. mit einem geeigneten Matratzenschutz versehen werden

Matratzen sollten möglichst flach gelagert werden.

Eine längere senkrechte Lagerung kann dazu führen, dass sich das Material verformt.

Profi-Tipp

Keine schweren Kartons oder Möbel auf eine Matratze stellen.

Das kann dauerhaft Druckstellen verursachen.

07

Den Boden des Lagerraums sinnvoll nutzen

Auch wenn der Lagerraum trocken ist, empfiehlt es sich, empfindliche Gegenstände nicht unmittelbar auf den Boden zu stellen.

Besonders geeignet sind:

  • Paletten
  • Holzleisten
  • Regalböden
  • stabile Kunststoffunterlagen

Dadurch entsteht eine kleine Luftschicht unter den Gegenständen.

Das erleichtert außerdem das Reinigen und Umräumen.

Profi-Tipp für schwere Möbel

Schwere Möbel auf stabile Holzleisten stellen.

Dadurch können sie später leichter mit einem Hubwagen oder Möbelroller bewegt werden.

08

Den Lagerraum wie ein Tetris-Spiel planen

Wer einfach alles nacheinander in den Lagerraum stellt, verschenkt häufig viel Platz.

Besser ist es, vorher grob zu planen.

Ganz hinten

Gegenstände, die vermutlich lange nicht benötigt werden:

  • saisonale Möbel
  • selten verwendete Kartons
  • langfristig eingelagerte Gegenstände

In die Mitte

Mittelgroße Gegenstände:

  • Kommoden
  • Regale
  • Stühle
  • Kartons

Nach vorne

Alles, worauf möglicherweise häufiger zugegriffen werden muss.

09

Höhe nutzen statt nur Bodenfläche

Viele Lagerflächen werden schlecht genutzt, weil ausschließlich der Boden vollgestellt wird.

Regale können den nutzbaren Stauraum deutlich erhöhen.

Besonders sinnvoll sind stabile Metallregale.

Darin können Kartons, Werkzeug oder Haushaltsgegenstände übersichtlich gelagert werden.

Profi-Tipp

Schwere Kartons nach unten.

Leichte Kartons nach oben.

Damit bleibt das Regal stabil und Kartons werden nicht beschädigt.

10

Kartons richtig packen

Ein guter Umzugskarton sollte nicht extrem schwer sein.

Als Faustregel sind etwa 15 bis 20 Kilogramm pro Karton angenehm handhabbar.

Schwere Gegenstände gehören nach unten, leichte nach oben.

Hohlräume können mit:

  • Packpapier
  • Handtüchern
  • Kleidung
  • Luftpolsterfolie

gefüllt werden.

Dadurch bewegen sich Gegenstände beim Transport weniger.

11

Kartons beschriften – aber sinnvoll

Statt lediglich „Küche“ auf einen Karton zu schreiben, sollte die Beschriftung etwas genauer sein.

Beispiel:

Küche – Geschirr – selten gebraucht

oder:

Wohnzimmer – Bücher – schwer

Noch praktischer ist ein Nummernsystem.

Beispiel:

Karton 12

In einer Liste steht anschließend:

12 – Weihnachtsdeko + Kerzen + Lichterketten

Bei vielen Kartons spart das später enorm viel Zeit.

12

Einen Laufweg freilassen

Einer der wichtigsten Tipps bei größeren Lagerflächen:

Nicht jeden Zentimeter zustellen.

Ein schmaler Mittelgang ermöglicht es, auch später noch an Gegenstände im hinteren Bereich zu gelangen.

Ein Lagerraum, der bis zur Tür komplett vollgestapelt ist, kann später sehr unpraktisch sein.

13

Metall vor Rost schützen

Werkzeuge, Fahrräder und andere Metallgegenstände sollten sauber und trocken eingelagert werden.

Bei Fahrrädern können beispielsweise Kette und bewegliche Teile vorher gepflegt werden.

Werkzeuge sollten nicht feucht eingelagert werden.

14

Zerbrechliche Gegenstände richtig schützen

Glas, Spiegel oder empfindliche Oberflächen benötigen zusätzlichen Schutz.

Geeignet sind:

  • Luftpolsterfolie
  • Wellpappe
  • Kantenschutz
  • Möbeldecken

Spiegel und Glasplatten möglichst hochkant lagern.

Zwischen mehreren Glasflächen sollten Schutzlagen liegen.

Profi-Tipp

Auf Kartons mit empfindlichem Inhalt ruhig groß schreiben:

ZERBRECHLICH

und zusätzlich markieren, welche Seite oben ist.

15

Was sollte man besser nicht einlagern?

Bestimmte Dinge gehören grundsätzlich nicht in einen normalen Lagerraum.

Dazu zählen insbesondere:

  • leicht verderbliche Lebensmittel
  • offene Lebensmittel
  • explosive Stoffe
  • leicht entzündliche Flüssigkeiten
  • Gasflaschen
  • gefährliche Chemikalien
  • illegale Gegenstände

Zusätzlich sollte immer geprüft werden, welche Gegenstände laut Mietvertrag ausgeschlossen sind.

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